Mitgliederversammlung und Parlamentarischer Abend in Berlin

15.07.2016

Zur ersten Mitgliederversammlung nach Gründung und Eintragung unseres Verbandes fanden sich am Freitag, den 8. Juli 2016 am Europaplatz in Berlin Repräsentanten der Firmen Agados, Al-ko, Bohnenkamp, BPW, Eduard, Humbaur, Pongratz, Starco, Steelpress, Stema, Trigano, Unsinn, Winterhoff und wm meyer ein.

Im Verlauf der knapp dreistündigen Veranstaltung berichteten der TIV-Vorstand sowie Vertreter der einzelnen Arbeitsgruppen über die umfangreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres. Außerdem wurden u.a. die Haushaltspläne für 2016 und 2017 genehmigt, ein Rechnungsprüfer bestimmt, festgelegt, dass auch im kommenden Jahr der Mitgliedsbeitrag bei 4.500 EUR liegt, und die Errichtung einer Arbeitsgruppe Marketing sowie zwei Satzungsänderungen beschlossen. Die erste erlaubt es, den Vertreter der Gruppe II (Zulieferer) im TIV-Vorstand mehr als einmal wiederzuwählen, während die zweite im Interesse der Meinungsvielfalt und der Vertretung kleinerer Unternehmen das Stimmgewicht von Firmenverbünden begrenzt.

Die versammelten Mitglieder zeigten sich zufrieden mit dem bisher Erreichten. Ihnen ist bewusst, dass der Erfolg der künftigen Verbandsarbeit maßgeblich von ihrem fortgesetzten Engagement beispielsweise in den TIV-Arbeitsgruppen abhängt. Dieses Engagement sicherten daher auch alle Anwesenden zu.

Der Mitgliederversammlung vorausgegangen war am Donnerstag, den 7. Juli ein Parlamentarischer Abend in den repräsentativen Räumlichkeiten der Parlamentarischen Gesellschaft, dem ehemaligen Reichstagspräsidentenpalais, in der Dorotheenstraße. Dazu eingeladen hatte der TIV neben den eigenen Mitgliedern auch den gesamten Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages. Trotz abendlichem Sitzungsmarathon und EM-Halbfinale erschienen die Abgeordneten Matthias Lietz, Florian Oßner, Reinhold Sendker, Gero Storjohann und Volkmar Vogel.

Herr Storjohann, mit dem der erste TIV-Vorstand, Herr Michael Jursch, sich bereits im Januar 2016 getroffen und den Parlamentarischen Abend organisiert hatte, fungierte als Gastredner und stellte sich im Anschluss an seinen Impulsvortrag über die Schwerpunkte der Verkehrswegepolitik des Bundes den Fragen der zahlreich erschienenen Verbandsmitglieder. Besonders interessierte diese, ob es Initiativen zur Überarbeitung der Führerscheinvorschriften gibt und inwiefern sich eine europaweite Vereinheitlichung der Anhängerzulassung sowie der erlaubten Höchstgeschwindigkeiten erreichen ließe. Zur Sprache kamen aber auch die gerade für Vermieter unglückliche Haftungsaufteilung beim Anhängerbetrieb sowie eine eventuelle Förderung der Anhängernutzung durch Elektroautos. Es zeigte sich, dass die Relevanz dieser Themen noch nicht allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses bewusst war und bisher kaum konkrete Verbesserungen für unsere Branche angedacht sind.

Immerhin: Herr Storjohann und seine Kollegen äußerten sich sehr positiv über die Gründung unseres Verbandes und ermunterten den TIV, sich nicht zuletzt auch beim Bundesverkehrsministerium und in Brüssel für die eigenen Anliegen zu engagieren. Mit einem Büffet, informellen Gesprächen und einer Übertragung des Fussballspiels Deutschland gegen Frankreich klang der anregende Abend aus. Sein Ziel hat er ohne Zweifel erreicht: In angenehmer, offener Atmosphäre konnte der Verband seine Anliegen zumindest vor einem Teil des Verkehrsausschusses konzise vortragen und damit den Weg für weitere, noch konkretere Gespräche ebnen.

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